Der Ausguss (“The Sink”)
Thursday, February 16th, 2006Das Kochen macht (einigen Zeitgenossen zumindest) richtig Spass. Nur der Abwasch danach ist meist lästig, insbesondere wenn keine Spühlmaschine vorhanden ist. Wer wäscht schon gerne Geschirr ab? Und wenn dann noch kleine Essensreste an den Tellern in den Töpfen und Pfannen kleben, dann macht es erst richtig Spass.
In den USA gibt es eine Kücheneinrichtung, die dort jedem Küchenbenutzer so vertraut ist, wie uns die Mülltrennung, die ihrerseits in den USA eher etwas für Avangartisten ist. Es geht um den Küchenabfluss.
Mit der Bezeichnung “Sink” wird insbesondere der (für unsere Verhältnisse) riesige Abfluss im Küchenbecken bezeichnet. Für die Kenner von “Star Wars”: “The Sink” ist der kleine Bruder von Sarlacc. Es ist ein Loch ohne Boden, das alles schluckt.
Wie geht man nun mit “The Sink” um? Man lässt zunächst etwas Wasser in das Küchenbecken laufen (Bild links). Dann schaltet man “The Sink” ein (Bild in der Mitte). Der 1/2 PS starke Motor unter dem Küchenbecken (Bild rechts) fängt an zu arbeiten. Dann kann man kleinere Essensreset einfach in den Ausguss schütten und mit Wasser nachspühlen.
Es ist interessant, dass der Abfluss des Motors an einen ganz normalen Abfluss angeschlossen ist. Offenbar werden die Essensreste im kleinen schwarzen Kasten brutalst zerhäckselt, bevor sie weitergespühlt werden. Natürlich sollten in den zerhäckselnden Abfluss nur kleine Essensreste geschüttet werden. Und das musste ich beim Einzug auch schriftlich bestätigen!
Zumindest macht das Abwaschen in einer solchen Techno-Küche etwas mehr Spass. (Oder vielleicht ist es auch der freie Blick auf den Fernseher beim Abwaschen?) Feedback darüber, ob man solche Zerhäcksler in Deutschland überhaupt installieren darf, über die ökologischen Langzeitschäden, Ökobilanzen von Zerhäkslern, etc. sind willkommen!
