Ich schlenderte gerade in mein Halliburton-Beraterbüro im Pentagon, als sich mein sechster Sinn meldete: Irgend etwas war anders. The hallway smells different! Auf der Toilette habe ich dann Donald Rumsfeld getroffen und er hat mir gesagt, dass es nun aus ist. Aus und vorbei. Er tritt zurück.
Nun ist er also zurück getreten. Als diese Breaking News Meldung über meinen Bildschirm lief, habe ich sofort ein Schröder-eskes Manöver vermutet. Die Flucht nach vorne. Man habe Attacken der Demonkraten (obwohl Virgina noch gar nicht ausgezählt ist) gegen Donald erwartet und sei somit einem lähmenden Stillstand zuvor gekommen. Aber diese Begründung wurde den Verantwortlichen wohl noch nicht empfohlen. Das finden wir dann erst in der Rumsfeld-Biografie.
Bushs erste Begründung war: “The timing was right for a new Pentagon leader.” Man brauche neue Perspektiven auf das Chaos im Irak. Bob wird Donalds Nachfolger. (Übrigens ungaublich, dass nur ein paar Minuten nach den entsprechenden Breaking News Bobs Wikipedia-Seite aktualisiert wurde. Zufall? Big Brother? Wahlmaschinen? NSA?)
Insgesamt macht Bush, leider macht er es während meines Tippens dieses Posts immer weniger, eine recht gute und ehrliche Figur bei seiner ersten Pressekonferenz nach den Wahl. Das ist mir schon öfter aufgefallen: Wenn er nach ein paar Minuten Ansprache locker und spaßig wird, dann meldet sich wieder mein Fremdschämgefühl und verdrängt den noch schüchternen Respekt. Vielleicht solle er sich seine Redezeit beschränken lassen?
Vielleicht ist er nach der Niederlage ja doch ein wenig wiedergeboren. Aber bitte schön auf dieser Welt.