Nur der Vollständigkeit halber will ich darauf hinweisen, dass heute u. a. die Präsidentenwahl stattfindet. Was gibt es noch? Natürlich noch die Wahl zum Repräsentantenhaus. (Und es ist Champions League Tag. Ihr kennt doch sicherlich die nette zahme Sportart, die Mädchen so gerne in den USA spielen.)
In den letzten Tagen und Wochen hatte ich wenig gebloggt, weil ich nämlich gerade wieder einmal umgezogen bin und in meiner neuen Bleibe noch kein Internetanschluss habe. Aber meine Kollegen von den öffentlich-rechtlichen Sendern haben in den letzten Tage und Wochen doch recht vielschichtig über die USA berichtet… Ausserdem fahre ich in 14 Tagen zu “denen da drüben” und kann dann wieder aus erster Hand berichtet.
Ich hatte es noch nicht erlebt, als ich in die USA eingereist bin, aber wenn es mir passiert, dann wird es sicherlich das erste und letzte Mal gewesen sein, weil ich dann bis auf weiteres keinen Fuss mehr in dieses Land setzten würde: Laptop-Durchsuchungen an der Grenze. Am besten ist es wohl, bei der nächsten Einreise gleich in Badehose zur Passkontrolle zu gehen…
Da wünscht man sich doch, dass es sich hier um Statire handelt, aber wenn wir uns den Präsidenten des Landes anschauen, werden wir wohl in die Realität zurück gerissen: Doof ist cool.
Wenn wir in den Heute-Nachrichten oder der Tagesschau die ersten Hochrechnungen einer Wahl sehen, dann sind das meist einfache Balkendiagramme. Der einzige Spezialeffekt ist meist das langsame Anwachsen der Balken bis etwa 35%, 10% oder 5%. Die USA sind diesbezüglich weiter. Schliesslich haben sie ja auch (fast) die Computer erfunden. Hier ein Beitrag dazu aus der Dailyshow.
Auf der Homepage des Burning Man Projects findet sich als Umschreibung für das Thema dieses Festivals in diesem Jahr folgendes:
In 2008, leave narrow and exclusive ideologies at home and carefully consider your immediate experience. What has America achieved that you admire? What has it done or failed to do that fills you with dismay? What is laudatory? What is ludicrous? Put blame aside, let humor thrive, and dare to contemplate a larger question: What can America contribute to the world?
Das ist ja wohl genau das Thema dieses Blog. Nur habe ich eine Antwort?
Heute ist der Super-Dienstag, an dem in den USA in sehr vielen Bundesstaaten die Vorwahlen stattfinden. Derzeit ist noch nicht klar, wer bei den Demokraten das Rennen machen wird. Aber unabhängig davon ist mein Vorschlag für etwas wirklich Bewundernswertes an den USA die Fähigkeit zum “Neu booten”, zum Eingestehen von Fehlern und zum Neuanfang. Die USA sind ja selbst ein einziger Neuanfang. Und vielleicht wird heute mit Obama neu gebootet…
Hätte ich nicht einen amerikanischen Kollegen, dann hätte ich erst jetzt vom Superbowl-Finale erfahren, in den Sportnachrichten des Frühstücksfernsehen. Vor zwei Jahren war das noch anders, weil ich in den USA mindestens 3 Wochen zuvor über die Umdekorierungen in den Supermärkten darauf aufmerksam gemacht wurde. Nun ist ein Team — der Ausssenseiter — das beste Team der Welt.
Ausserdem habe ich noch einen Artikel bei der FTD gefunden (Hillary wäre heute ein Obama-Girl). Jetzt fragt sich nur noch, wen den Chlsea Clinton wählt. Ob sie überhaupt Mitglied einer Partei ist? Aber bei den Vorwahlen, und dies zur Klärung, dürfen natürlich alle Wahlberechtigten wählen, nicht nur die Parteimitglieder. Wer mehr darüber wissen will: Hier der Link zum deutschsprachigen Wikipedia-Eintrag zu den “Primaries”, also den Vorwahlen.
Ich will nicht zu YouTube-lastig werden (schliesslich bin ich kein grosser Fan des Web 2.0), aber es ist schon beeindruckend, was man mit ein paar Klicks dort finden kann. Ohne weitere Worte:
Es ist ja hier in Deutschland (genauer: in den deutschen Medien) schon nicht auszuhalten. Diese permanente Berieselung mit Informationen zu den Vorwahlen in den USA, die Deutungen unserer Kommentatoren, die Prognosen, ect. Wie schrecklich muss es erst in den USA selbst sein? Derzeit bin ich nicht “drüben”, aber ich werde euch schon noch einige Details nachreichen.
Gerade gab es eine Entscheidung in Iowa und jetzt finden wieder Vorwahlen statt. Dieses Mal in New Hampshire. Derzeit wird noch gewählt, und das derzeitige Ergebnis halte ich einfach mal fest:
Ich gehe jetzt schlafen und werde morgen nachschauen, wie diese Vorwahl ausgegangen ist. Wahrscheinlich werde ich träumen von einigen Bauern in nahezu entvölkerten Bundesstaaten in der Mitte der USA, die letztendlich wieder den mächtigsten Mann der Welt (Frauen eingeschlossen) bestimmen werden.
Ach ja: Und wo ist New Hampshire? Oben rechts, bei Dixville Notch. Wer kennt es nicht?
Ich habe einige der Bilder, die ich bei meinem letzten Besuch unserer Freunde “dort drüben” geschossen habe, nun in einem Photoalbum über “Dot Mac” veröffentlicht. Ihr findet die Bilder (zugänglich für alle) unter:
Die kleinen Flieger im ersten Bild sind vom Flughafen in Genf. (Die kleinen Figuren sollen Flugzeuge sein, obwohl sie wie eine Fotomontage wirken.)
Dann folgen Fotos von zwei Mietautos (zwischendurch ist ein Photo eines Posters von mir auf der Konferenz in San Diego zu sehen), die ich in San Diego gefahren habe. Wie ihr seht, ist dort auch ein Cabrio zu sehen, das ich natürlich auch dachlos gefahren habe. (Soviel zum Thema Luftverschmutzung nach den Waldbränden und “Ich bleibe lieber drinnen.”)
Dann wieder ein paar Fotos aus NYC und Big Apple Hostel, wo ich auf dem Rückweg einen Tag Pause gemacht hatte, bevor ich nach Rochster geflogen bin. Die Star Wars Fotos sind im “Toys R us” Geschäft am Times Square gemacht, der eta 45 sec Fussweg vom Big Apple Hostel entfernt liegt.
Dann eine Häuserschlucht von unten, fotografiert vom Hof der Big Apple Hostel.
Dann die Tafel des Cowboy/Cowgirl-Clubs, in dem ich meinen ersten YouTube-Film gemacht habe. (Inzwischen befinden wir uns in Rochster, im Noden von NY.)
Dann ein wenig Mietauto, Autofahrt durch den Indian Summer, und ALDI IN DEN USA. (Gibt es dort auch Nusspli?) Übrigens kann man im Auspuff eines Durchschnittseinkaufs-PKWs in den USA auch den Einkaufskorb abstellen…
Dann ein paar Fotos vom südlichen Ufer des Onatiosees, inkl. eines Holzstegs am Ontariosee. (Eines davon vom Mobiltelefon).
Dann ein Diner (ein kleines Restaurant) am Ontariosee.
Dann ein kleiner See am Ontariosee und der Kanal, über den einst Blumen verschifft wurden.
Dann ein paar Bilder vom Campus der Universität von Rochester.
Dann ein paar Bilder von den “Finger-Seen”, die so genannt werden, weil sie geographisch (aus der Vogelperspektive) wie Finger aussehen.
Und letztendlich: Ein Foto des Fotografen.
Und ganz am Ende die Frage: Wie kann man bloss mit der so grossartigen iLife Software von Apple kurze Erklärungen zu Fotos veröffentlichen…